Podcast Radwissen

Wissenschaftliche Studien und Forschungsprojekte aus der Fahrradmobilität werden in dem Podcast Radwissen vorgestellt. Fundierte Ansätze und neue Erkenntnisse werden damit leichtverständlich aufbereitet und relevantes Wissen für eine erfolgreiche Radverkehrsförderung an wichtige Stakeholder herangetragen. Insgesamt werden 20 Folgen zu unterschiedlichen Themen produziert und in einem monatlichen Rhythmus ausgestrahlt. Je nach Umfang werden ein bis vier Studien vorgestellt, Erkenntnisse erläutert und gegebenenfalls auch kontrovers diskutiert. 

09/2022 – 08/2024 

Folgen

1. Folge:
temporäre Maßnahmen

Unsere Gästinnen:

Dr. Julia Jarass (DLR)
Projekt: Autofreie Sommerstraße Barbarossa

Katharina Götting (RIFS Potsdam)
Projekt: Pop-up Bikelanes Berlin

Temporäre Maßnahmen in der Stadt- und Verkehrsplanung, auch als Guerilla Urbanismus oder Pop-up-Urbanismus bezeichnet, umfassen kostengünstige, temporäre Änderungen der gebauten Umwelt. Die Interventionen sind allgemein technisch, operativ schnell umsetzbar und leicht veränderbar. Ziel ist es, die Lebensqualität der Nutzer*innen und Anwohner*innen, z. B. durch die Erhöhung von Aufenthaltsqualität oder auch der Verkehrssicherheit, kurzfristig zu verbessern und langfristig einen ganzheitlichen Wandel anzustoßen.

3. Folge:
Radverkehrsförderung, die alle mitdenkt

Unsere Gästinnen:

Dr. Henrike Rau
(Ludwig-Maximilians-Universität München)

Projekt: RadAktiv: Identifizierung, Typisierung und Aktivierung von Nicht-Radfahrern

Dr. Angela Francke (Universität Kassel)
Projekt: IntegRADtion – Evaluation und Weiterentwicklung integrativer Radverkehrsmaßnahmen für Menschen mit Migrationserfahrung

In dieser Folge geht es darum, wie in der Radverkehrsförderung alle Menschen mitgedacht werden können. Ein zielgruppenspezifischer Ansatz in der Radverkehrsförderung kann dazu beitragen, die Fahrradkultur in der Gesellschaft weiter zu stärken und auch Personen zu motivieren, die weniger vertraut mit der Nutzung des Fahrrads sind.

5. Folge:
Subjektive Sicherheit

Unsere Gäste:

David Friel (TU Berlin)
Projekt: SuSi3D

Heiko Rintelen (FixMyCity)
Projekt: Radwege-Check

In dieser Folge sprechen wir mit David Friel und Heiko Rintelen zu subjektiver Sicherheit im Radverkehr. Das Thema subjektive Sicherheit gewinnt zunehmend an Aufmerksamkeit, denn es spielt eine sehr wichtige Rolle in der Radverkehrsförderung. Nur wenn Menschen sich auch sicher fühlen, nutzen sie das Fahrrad regelmäßig. Das subjektive Sicherheitsempfinden ist sehr unterschiedlich und hängt von individuellen Empfindungen sowie auch eigenen Erfahrungen ab. Damit mehr Menschen das Fahrrad nutzen, müssen die Radverkehrsinfrastrukturen so gestaltet sein, dass sich alle Menschen sicher fühlen und dort gern mit dem Rad fahren.

7. Folge:
Reduzierung von Konflikten

Unsere Gästinnen:

Johanna Drescher (ADFC)
Projekt: CapeReviso

Ranghild Sorensen (Changing Cities)
Projekt: Schöner Verkehren

Es geht es um die Reduzierung von Konflikten im Straßenverkehr. Durch ein erhöhtes Verkehrsaufkommen insbesondere in den großen Städten kommt es immer häufiger zu Stresssituation. Damit sich alle Menschen sicher und komfortabel bewegen können, ist es wichtig, Stresssituationen und Hotspots zu identifizieren und Lösungen zu finden, um Konflikte zu reduzieren. In der Forschung werden dazu verschiedene Tools entwickelt, welche Planer*innen dabei zu unterstützen, Stress und Konflikte im Straßenverkehr zu reduzieren. Darüber hinaus ist gegen gegenseitige Rücksichtnahme zwischen allen Verkehrsteilnehmenden wichtig wie nie.

Reduzierung von Konflikten

by fair spaces

9. Folge:
Mobilitätsbildung

Unsere Gäst*innen:

Dr. Katja Beyer (TU Chemnitz)
Projekt: RADerFAHREN – Etablierung einer öffentlichen Rad-Kultur durch zielgruppenorientierte Befähigung zu einer intensiveren Fahrradnutzung im Alltag

Dr. Volker Blees (Hochschule RheinMain)
Projekt: Deine Schule per Rad

Um eine nachhaltige Mobilität und Fahrradkultur zu fördern, ist es besonders entscheidend sich mit dem Thema Mobilitätsbildung zu beschäftigen. Bereits im frühen Alter erlernen wir Gewohnheiten, die entscheiden, wie wir uns in Zukunft fortbewegen werden. Heute möchten wir herausfinden, wie Kinder durch eine frühzeitige Sensibilisierung lernen können, umweltfreundliche Verkehrsmittel zu nutzen und ein Bewusstsein für die Vorteile des Fahrradfahrens zu entwickeln.

11. Folge:
Interkommunaler Radverkehr

Unsere Gäste:

Christian Zuckermann (Landkreis Gießen)
Projekt: Fahrradstraße K29

Christoph Kollert (Gemeinde Eichwalde)
Projekt: NUDAFA

In dieser Folge sprechen wir zu der Förderung des interkommunalen Radverkehrs, also die Fahrradmobilität zwischen Kommunen und Gemeinden wie z. B. in Landkreisen.

Der Landkreis Gießen hat eine Fahrradstraße auf einer Kreisstraße eingerichtet. Vor der Verstetigung wurde die Fahrradstraße in einem Verkehrsversuch über 1,5 Jahre getestet. Die Fahrradstraße verbindet die Städte Lollar und Staufenberg und hat eine Länge von ca. 4 km. Es ist eine sogenannte „unechte“ Fahrradstraße, da sie für Kfz freigegeben ist. Wie auf allen Fahrradstraßen haben Fahrräder jedoch Vorrang und es gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h.

Interkommunaler Radverkehr

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In dieser Folge geht es um das Thema Governance. Hier speziell um Verwaltungsstrukturen in der Radverkehrsplanung.

Der Begriff Governance im Radverkehr schließt alle Maßnahmen der Radverkehrsförderung ein, die sich auf einer politischen, konzeptionellen und organisatorischen Ebene befinden.

4. Folge:
Liefer- und Wirtschaftsverkehr

Unsere Gäste:

Dr. Ralph Richter (Leibniz-Institut)
Projekt: Stadtquartier 4.1

Dr. Johannes Gruber (DLR)
Projekt: Ich entlaste Städte

In dieser Folge geht es um den Liefer- und Wirtschaftsverkehr mit Fahrrädern. Hier beschränkt es sich nicht nur auf die Auslieferdienste von Lebensmitteln, die mittlerweile sehr stark unser Stadtbild prägen, oder Fahrradkurier*innen, die es schon länger gibt. Sondern es werden auch immer häufiger Lastenfahrräder für die so genannte Letzte Meile (im englischen Last Mile) eingesetzt, um bspw. Pakete in Wohngebieten mit dem Lastenfahrrad zuzustellen. Aber auch verschiedene Betriebe nutzen das Lastenfahrrad für ihre alltägliche Arbeit wie z. B. Handwerker*innen oder städtische Betriebe.

Liefer- und Wirtschaftsverkehr

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6. Folge:
Radnetzplanung

Unsere Gäste:

Dr. Michael Hardinghaus (DLR)
Projekt: InfRad – Attraktive Radverkehrsinfrastruktur

Dr. Stefan Huber (TU Dresden)
Projekt: bikeSim

In dieser Folge von Radwissen dreht sich alles um die Planung von Radverkehrsnetzen.

Wir sprechen mit Dr. Michael Hardinghaus über das Projekt InfRad – Attraktive Radverkehrsinfrastruktur. Mit verschiedenen Methoden wurde das Routenwahlverhalten von Radfahrenden untersucht.

Dr. Stefan Huber stellt das Projekt bikeSim vor. In dem Projekt wurde eine Web-Anwendung für die einfache Simulation des Radverkehrs entwickelt.

8. Folge:
Quick Wins

Unsere Gästinnen:

Svenja Golombek (ehemals ADFC Bundesverband)
Projekt: InnoRADQuick

Hanna Rhein (Deutsche Umwelthilfe)
Projekt: Pop-up Republik

Um unsere Städte lebenswerter zu gestalten und den Anteil aktiver Mobilität, also Fuß- und Radverkehr zu erhöhen, sind vielfältige Maßnahmen erforderlich. Manche Prozesse sind sehr langwierig. Doch wie können Dinge schneller umgesetzt werden? Welche Maßnahmen bringen schnell Erfolge? Heute möchten wir über diese sogenannten Quick Wins sprechen. Damit meinen wir Maßnahmen, welche den Radverkehr in kurzer Zeit verbessern und die Verkehrswende voranbringen.

10. Folge:
Winterdienst für den Radverkehr

Unsere Gäst*innen:

Britta Peters (HiiCCE GmbH)

Dr. Sven Lissner (TU Dresden)

Projekt: E-Win – Effizienter Winterdienst auf Radverkehrsanlagen

In dieser Folge geht es um den Winterdienst auf Radwegen und das Radfahren im Winter bei Schnee und Eis.

Wir sprechen über das Projekt E-Win – Effizienter Winterdienst auf Radverkehrsanlagen. In dem Projekt wurden alternative Streumittel für den Winterdienst von Radwegen untersucht, um die Sicherheit der Radfahrenden bei Schnee und Glätte zu erhöhen und so das Radfahren auch im Winter attraktiv zu halten.

Winterdienst für den Radverkehr

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12. Folge:
Pendeln mit dem Fahrrad

Unsere Gäst*innen:

Dr. Jana Heimel (Hochschule Heilbronn)

Dr. Luca Nitschke (ISOE)

Projekte: PendlerRatD und PendelLabor

In dieser Folge sprechen wir über das Thema betriebliche Fahrradmobilität, bzw. genauer gesagt geht es um das Thema Pendeln. Unter dem Begriff Pendler*in verstehen wir Personen, die auf ihrem Weg zur Arbeit eine Gemeindegrenze überschreiten. Laut dem Bundesinstitut für Bau, Stadt und Raumforschung pendelten 2022 knapp über 20 Millionen Menschen in Deutschland zur Arbeit. Die Mehrzahl nutzt dafür den privaten Pkw. Unsere heutigen Gäst*innen haben sich intensiv mit dem Thema Pendeln beschäftigt und werden uns einen Einblick geben, wie mehr Menschen motiviert werden können, für diesen Weg das Fahrrad zu nutzen.

Pendeln mit dem Fahrrad

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Voraussichtliche Folgen

Interkommunaler Radverkehr
Betriebliche Fahrradmobilität
Superblocks
Radverkehr und Wohnen
Tourismus
Topographie
Fahrradverleihsysteme
Mobilitätsarmut
S-Pedelecs
Daten mit dem Smartphone

Forschungsprojekte gesucht!

Haben Sie ein Forschungsprojekt zu den Themen? Kontaktieren Sie uns per E-Mail!

Projektschritte

Erster Schritt

Selektion relevanter Themenfelder und interessanter Studien, Aufruf zur Teilnahme an dem Podcast.

Zweiter Schritt

Produktion der Podcast-Folgen.

Dritter Schritt

Zwischenevaluation, Abschlussevaluation.

Vierter Schritt

Vermarktung und Ausstrahlung.

Ziel

In dem Podcast Radwissen werden wichtige Erkenntnisse aus Studien und Forschungsprojekten zum Radverkehr leichtverständlich in Kürze erklärt und diskutiert und erreichent somit ein größeres Publikum. Ziel des Podcasts ist es, Akteur*innen der Radverkehrsförderung in ihrer Arbeit zu unterstützen und gleichzeitig die Öffentlichkeit für die Bedeutung und die Bedarfe des Radverkehrs zu sensibilisieren. 

Ergebnis

Innerhalb von zwei Jahren werden insgesamt 20 Podcast-Folgen produziert und ausgestrahlt. Insbesondere wichtig ist, wer den Podcast hört. Zur Evaluierung führen wir qualitative und qualitative Erhebungen unter den Hörenden durch.  

Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans (NRVP) gefördert.